Zum ersten Mal in Spanien wurde die Ausbildung in der Korkentrindung in den offiziellen Katalog der Berufsausbildungsberufe aufgenommen. Dies stärkt die berufliche Anerkennung, die Kompetenzentwicklung und die Zukunft einer nachhaltigen Korkernte.
Der spanische öffentliche Arbeitsvermittlungsdienst (SEPE) und das Konsortium für Weiterbildung Kataloniens (CFCC) haben die Ausbildung zum Korkentrinder offiziell in ihre anerkannten Ausbildungskataloge aufgenommen und damit einen historischen Meilenstein für die spanische Korkbranche erreicht. Diese Entscheidung verleiht einem Beruf, der traditionell auf praktischer Erfahrung und der Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen beruht, formale Anerkennung.
Die neuen Ausbildungsprogramme sollen die Professionalisierung der Korkentrindung unterstützen, den Generationswechsel erleichtern, spezialisiertes technisches Wissen bewahren und zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Korkeichenwälder beitragen.
Mehr als fünf Jahre Zusammenarbeit
Dieser Meilenstein ist das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen Forschungszentren, öffentlichen Verwaltungen und Organisationen aus dem Forst- und Korksektor.
Unterstützung der europäischen Zertifizierung
Die Programme umfassen die Vorbereitung der Bäume, Techniken der Korkernte, Werkzeugwartung, Arbeitsschutz, Umweltschutz und bewährte Ernteverfahren. Sie bereiten die Teilnehmer außerdem auf die Prüfung zum Europäischen Korkentrinder-Zertifikat (CDC) vor, das im Rahmen des EFESC entwickelt wurde.
Rosa M. Ricart, Koordinatorin der nationalen Agentur für EFESC in Spanien, hob die Bedeutung der Initiative für die Festlegung gemeinsamer Qualifikationskriterien und die Erleichterung der beruflichen Anerkennung in ganz Europa hervor.
Ein positiver Schritt für die Zukunft der Korkeichenlandschaften
Über die Ausbildung hinaus spiegelt die Anerkennung ein umfassenderes Engagement für die langfristige Nachhaltigkeit der mediterranen Korkeichenwälder und der von ihnen getragenen Bioökonomie wider.
Kommunikationskampagne mit dem Ziel, den Sektor zu professionalisieren, die Rekrutierung von ausreichend ausgebildeten Korkentrindern/Schälern zu erleichtern und den Generationswechsel zu fördern.